Verstehe mich nicht falsch, das Projekt finde ich selbstverständlich auch super wichtig, es liegt mir am Herzen.
Was ich aber weniger verstehe, wieso man nur über physischen Müll redet. Was ist mit dem psychischen Müll?
Mit den Emotionen, Gefühlen, Gedanken, die unser Leben, und somit auch unsere Umwelt verschmutzen?
Kennst Du die Experimente, wo es bewiesen wurde, dass Gedanken auch Energie sind, und physische Auswirkungen haben?
Na dann...ich bin der Meinung, wir sollten unsere unsichtbare Müllhaufen auch selektieren und irgendwie upcyclen!
Ich habe sogar Ideen, wie man es tun könnte. Darf ich dir erzählen?
Einige davon sogar ausprobiert, und ich muss sagen, es funktioniert bei mir hervorragend.
Nehmen wir zum Beispiel den Wut. Nehmen wir an, Du hattest einen furchbaren Tag, alles scheint gegen dich verschworen zu haben, alle wollen nur dich ärgern, und Du könntest vor Wut heulen.
Für solche Fälle hat jeder einige gut eingeübte Reaktionen: mit anderen Autofahrern schimpfen, wie wahnsinnig idiotisch sie sich im Verkehr verhalten, oder den Nachbarn ignorieren, und nicht begrüssen, vielleicht mit dem Kind schreien, weil es die Hausaufgaben noch nicht geschrieben hatte, und sein Zimmer schaut wie ein Saustaal aus. Pfffff...
Die sind die Methoden, womit wir unseren Wut verarbeiten, ableiten, anderen weitergeben. Super. So geht der Wut in der gleichen Form weiter, es wird sogar noch mehr. Wie die Wellen im Meer.
Was ist aber, wenn diese uns belastende Energiebombe in der Wirklichkeit ein grossartiges Potenzial hat. Wie der Müll...man soll sie nur anders verwenden, umwandeln, daraus was neues kreieren. Und damit wunderbare neue Wellen in der Welt wecken. Hmmm, in welche Richtung könnten wir unsere unerwünschten Gefühle lenken?
Könntest Du dir vorstellen, deinen Wut auf ein Stück Papier zeichnen? Wie würde er aussehen? Schwarz oder bunt? Klein, oder riesig? Du könntest deinen Wut auch in Worten fassen. Was denkst von rheimen? Ein Wut-Gedicht mit bösen, tobenden Rheimen, grrrrrrrr! Geschichte ohne Rheime geht auch. Oder ein Brief. Nur für dich. Muss nicht gezeigt werden. Du sagst, Du würdest lieber ganz laut singen? Danke für den Tipp! Oder Musik ganz laut stellen und tanzen, toben. Laufen im Park und eine Weltrekorde erzielen.
Wenn wir den Wut so betrachten, dass er ein Treibstoff sein könnte, was wird damit möglich? Ich bin schon gespannt, was Du mir erzählen wirst!
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